Häufig, selten, selbst geschrieben: Blogformate für alle Umstände

Formate für ein Firmenblog: Motiv Schreibtisch, PC-Tastatur, Notizbuch, Stifte und Brille

© Sabri Tuzcu │ unsplash.com

Ein eigenes Firmenblog? Vielleicht haben Sie meinen Beitrag Firmenblog oder kein Firmenblog? gelesen und sich für das Bloggen entschieden. Und vielleicht sind Sie im zweiten Teil meiner Firmenblog-Tipps auf passende Ideen und Inhalte gestoßen – wäre da bloß nicht der hohe Zeitaufwand. Immerhin melden sich manche Blogbetreiber wöchentlich oder mehrmals pro Monat zu Wort.

Doch so häufig müssen Sie gar nicht bloggen. Und selbst schreiben müssen Sie auch nicht unbedingt: Sie können sich textsichere Mitarbeiter ins Boot holen oder die Blogarbeit an Profitexter delegieren. Wenn Sie jedoch über Beiträge in lockerem Abstand, über Teamarbeit oder Auftragstexte nachdenken, sollten Sie die richtigen Weichen stellen.

Das passende Blogformat: Vorbereitungen und Entscheidungshilfen

Wenn Sie bereits konkrete Textideen gesammelt haben, ist schon einiges getan. Doch sobald Sie Ihr Blog starten, sollten Sie zeitnah einige Artikel einstellen (und erst dann zu Ihrem späteren Rhythmus übergehen). Wenn Ihre Leser Ihr Blog aufrufen und nur ein oder zwei Beiträge vorfinden, wirkt das nicht besonders einladend.

Vier oder fünf Texte bieten eine gute Basis. Schreiben Sie einige Artikel auf Vorrat und betrachten Sie diese Phase als Testlauf. Sie werden merken, wie lange Sie für einen Text brauchen. Dann können Sie realistisch einschätzen, ob Sie jede Woche oder alle zwei Wochen bloggen können. Ob Sie es nur alle vier Wochen schaffen. Oder ob unregelmäßige Veröffentlichungen, ein Autorenteam oder Aufträge an Profitexter genau richtig sind.

Regelmäßige Blogbeiträge: Veröffentlichungen in kurzem oder etwas längerem Abstand

„Regelmäßig“ bedeutet nicht, dass Sie alle ein, zwei Wochen einen neuen Beitrag veröffentlichen müssen. Sie können genauso gut einmal im Monat bloggen. Hauptsache, Ihre Leser erkennen einen festen Rhythmus. Hier hilft eine klare Taktung: immer am selben Wochentag – oder wenn Sie monatlich neue Beiträge freischalten, immer am Monatsersten, in der Monatsmitte oder am Monatsende.

Regelmäßig befüllte Firmenblogs zielen auf Stammleser – und gewinnen im Idealfall große Reichweite. Diese Art des Blogs

  • funktioniert auf Ihrer Firmenwebsite ebenso wie als externe Lösung mit eigener Webadresse.
  • sollte das Beitragsdatum anzeigen: Seitenbesucher können neuere und ältere Artikel besser einordnen.
  • sollte mehrere Rubriken enthalten. Wenn Sie Ihre Beiträge in Kategorien einordnen, bleibt Ihr Blog übersichtlich: Ihre Leser können sich optimal orientieren.
  • lässt idealerweise Kommentare zu: Dadurch laden Sie zu direkter Kommunikation ein und binden Ihre Leser.
  • sollte ein Newsletter-Abonnement anbieten: Informationen über aktuelle Texte sichern Ihnen eine feste Leserschaft.

Blogbeiträge in losem Abstand

Ich persönlich ziehe bei einem Beitrag pro Monat eine Grenze. Hier lässt sich noch eine gewisse Regelmäßigkeit festmachen. Doch wenn Sie aus Zeitgründen seltener bloggen, dann entscheiden Sie sich bewusst für eine Info-Rubrik oder einen Ratgeberteil: für „Wissenswertes“ (wie auf meiner Website TextArbeit SprachKonzept), „Ratgeber“ oder „Tipps und Tricks“ – und nicht für das Schlagwort „Blog“. Bei „Blog“ rechnet der Durchschnittsleser mit immer wieder neuen Beiträgen.

Gelegentliche Veröffentlichungen ermöglichen eine freiere Planung. Sie können neue Artikel zu auftragsbedingten Stoßzeiten zurückstellen, aber auch zwei oder drei neue Texte gleichzeitig veröffentlichen. Diese entschlackte Variante des Firmenblogs

  • gehört auf Ihre Firmenwebsite. Sporadische Texte liefern wenig Material: Ein separater Blog würde zu leer wirken.
  • sollte keine Datumsangaben enthalten. Wenn Sie das Beitragsdatum angeben, sehen Ihre Leser sofort, dass Ihr letzter Artikel womöglich schon mehrere Wochen alt ist.
  • sollte nicht durch die „Abonnieren“-Funktion aufgebauscht werden: Wer sich für ein Blog-Abonnement entscheidet, erwartet zu Recht regelmäßige Neuigkeiten.
  • muss nicht unbedingt Kommentare zulassen: Machen Sie Ihre Entscheidung davon abhängig, wie wichtig Ihnen eine Diskussionsplattform für Ihre Leser ist.

Autorennamen: Eigene Texte, Gastautoren, Arbeit im Autorenteam

Vielleicht schreiben Sie Ihre Beiträge selbst und arbeiten nur hin und wieder mit Gastautoren zusammen. Oder Sie, Ihre Geschäftspartner oder Ihre Mitarbeiter bilden ein festes Team von zwei, drei oder auch fünf Autoren. Ein solcher Firmenblog lebt von Namen und Gesichtern. In diesem Fall

  • sollten Sie jeden Text mit dem Namen des verantwortlichen Autors versehen.
  • können Sie Autorenboxen mit Fotos und einer kurzen Biografie einfügen: Das bietet Orientierung und stärkt die Leserbindung.
  • sollten Sie Gastbeiträge besonders kennzeichnen: mit einem informativen Einleitungstext – und mit Fotos und Kurzporträts Ihrer Gastautoren unter oder neben dem Artikel.
  • brauchen Sie klare Regeln zu Umfang, Struktur und Tonalität Ihrer Texte: Ein einheitlicher Stil sorgt für Wiedererkennungswert, geht bei mehreren Autoren aber leicht verloren.

Inhalte statt Namen: Zusammenarbeit mit Auftragstextern

Möglicherweise möchten Sie Ihre Blogartikel (zumindest zum Teil) von Profitextern schreiben lassen. Doch dann fehlt ein direkter Bezug zu Ihrer Firma: eine authentische Verbindung, die immer dann entsteht, wenn Sie selbst und/oder Ihre Mitarbeiter bloggen. Wenn Sie Auftragstexter engagieren,

  • sollten Themen und Inhalte im Mittelpunkt stehen: Heben Sie die Schwerpunkte hervor, die Sie aufgreifen – und nicht die Personen, die Ihre Texte schreiben.
  • blenden Sie vorteilhafterweise keine Autorennamen ein: auch bei Blogbeiträgen, die aus Ihrer eigenen Feder stammen. Klären Sie jedoch mit Ihren Textern ab, ob Sie deren Namen im Impressum Ihrer Website nennen.
  • sind bei Kooperationen mit Gastautoren dennoch Autoreninformationen geboten. Kündigen Sie Ihre Beiträger an und ergänzen Sie Kurzporträts. Auch wenn Sie sonst keine Namen nennen: Gastartikel sind Sonderfälle und vertragen Regelbrüche.
  • sollten Sie zugunsten eines stimmigen Gesamteindrucks ebenfalls Richtlinien zum Textumfang und zu Ihrem firmeneigenen Sprachstil festhalten.

Zu guter Letzt

Diese Blogformate lassen sich frei kombinieren. Sie können sporadisch bloggen und Ihre Beiträge selbst schreiben. Oder gelegentlich Gastbeiträge, aber jede Woche einen eigenen Artikel veröffentlichen. Und Sie können hin und wieder oder häufig mit Profitextern zusammenarbeiten. Sicherlich ist die passende Variante für Sie dabei – und ein Firmenblog auch bei wenig Zeit eine echte Option.

Das könnte Sie auch interessieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

error: Content is protected !!