Keywords gekonnt einsetzen: Fünf Tipps für leserfreundliche Websitetexte

Leserfreundliche SEO-Texte: Motiv Schreibtisch mit Notebook, Smartphone, Kaffeetasse und gerahmten Bildern

© Mia Baker │ unsplash.com

Eine Platzierung ganz oben in der Google-Ergebnisliste: Das wünscht sich jeder Websitebetreiber. Sie wahrscheinlich auch. Um weit vorne zu landen, brauchen Sie suchmaschinenoptimierte Websitetexte – und bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dreht sich vieles um klug platzierte Keywords. Das hat die Fachfrau Manuela Kind im TextSkizzen-Interview Basiswissen SEO erläutert.

Doch wenn Sie Ihre gewählten Keywords immer wieder nennen, bleibt das Lesevergnügen auf der Strecke. Nur bildhafte und interessante Texte ziehen Kunden an: Schreiben Sie allein für Google und Co, hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Doch einige Tipps und Tricks helfen Ihnen, Ihre Keywords leserfreundlich in Ihren Websitetexten unterzubringen.

Wie viele Keywords braucht ein Text?

Die Empfehlungen für die optimale Keyworddichte schwanken. Mal heißt es, ein bis zwei Prozent reichen aus. An anderen Stellen ist von drei oder viereinhalb Prozent die Rede. Das heißt: Ein einzelnes Keyword oder eine Wortgruppe sollten zwei, drei oder viereinhalb Mal in hundert Wörtern auftauchen. Einigkeit besteht lediglich darin, dass heute (anders als in den Anfangsjahren des Internets) nicht mehr stets und ständig Keywords verwendet werden müssen. Dennoch: Schlagwörter in ausreichender Zahl im Text und in den Zwischenüberschriften eines Websitetextes einzusetzen, kann zur Herausforderung werden.

Stilistische Verarbeitung Ihrer Keywords

Etliche Websitebetreiber versuchen, ihre Keyworddichte durch nichtssagende Fülltexte zu steigern. Vielleicht sind Ihnen solche Texte auch schon aufgefallen: unübersichtliche „Bleiwüsten“ ohne Absätze und Zwischenüberschriften, in denen in schöner Regelmäßigkeit zentrale Schlagwörter angeordnet wurden. Echte Informationen erhalten Sie jedoch nicht. Machen Sie es auf Ihrer eigenen Website besser. Denken Sie an Ihre Leser – und bringen Sie Ihre Keywords organisch im Text unter. Folgende Techniken helfen Ihnen dabei.

1. Wiederholungen als stilistisches Mittel: Keywords in Ihren Überschriften

Gezielte Wiederholungen verleihen Ihren Texten Rhythmus: Sie eignen sich für jede Textart und für fast jeden Inhalt. Nutzen Sie solche Wiederholungen zunächst bei Ihren Zwischenüberschriften. Fügen Sie Ihr wichtigstes Keyword ein und formulieren Sie bewusst ähnlich – etwa so, wie ich über diesem und dem nächsten Abschnitt mit dem Begriff „Keywords“ umgegangen bin.

Allerdings sollten Sie auf etwas Abwechslung achten. Ich würde nur zwei oder drei ähnlich aufgebaute Überschriften verwenden und dann variieren. Wie das im Falle von „Keywords“ aussehen kann, sehen Sie ebenfalls anhand der Zwischenüberschriften meiner fünf Formulierungstipps. Weitere Beispiele finden Sie in meinen Beiträgen Websitetexte schreiben? und Satzzeichen in der Briefanrede.

2. Wiederholungen als stilistisches Mittel: Keywords im Websitetext

Durch Wiederholungen erhalten auch Ihre eigentlichen Websitetexte Struktur. Beginnen Sie einfach zwei oder drei Sätze in Folge mit Ihrem gewählten Keyword:

  • „SEO sorgt für Sichtbarkeit im Netz. SEO erzeugt Traffic. Und SEO ist ein unverzichtbarer Teil des Online-Marketings.“
  • „SEO-Texte verhelfen Ihnen zu guten Google-Platzierungen. Doch SEO-Texte müssen auch Ihre Leser ansprechen.“

Auch hier gilt: Setzen Sie solche Formulierungen dosiert ein. Sonst leidet die Lesbarkeit und die Besucher Ihrer Website springen genervt ab. Greifen Sie am besten am Textanfang zu einer stilistischen Wiederholung Ihrer Keywords – und bei längeren Texten gerne noch einmal zum Schluss.

3. Beispiele einbinden – und relevante Keywords nutzen

Bei meinen Tipps zu stilistischen Wiederholungen habe ich Beispielsätze mit den Begriffen „SEO“ und „SEO-Texte“ gebildet. Das bietet sich nicht immer an. Dennoch können Sie vieles anhand von Beispielen illustrieren: wie Sie arbeiten, was das Besondere an Ihrer Arbeit ist oder was Ihre Kunden beachten sollten. Erläutern Sie solche Dinge mithilfe wichtiger Keywords:

  • Wären Sie Elektroinstallateur und ginge es um „Baustromanlage“, könnten Sie schreiben: „Für den Fall, dass Sie eine Baustromanlage benötigen: Sie können Ihre Baustromanlage nicht selbst beantragen – dafür brauchen Sie unsere Unterstützung. Wir treffen uns vor Ort und entscheiden, welche Art von Anschluss infrage kommt. Und wir gehen alles Organisatorische (zum Beispiel die für Ihre Baustromanlage benötigten Unterlagen) mit Ihnen durch (…).“

4. Satzzeichen nutzen – und mehrteilige Keywords trennen

Sie können mehrteilige Keywords wortwörtlich in Ihre Texte einbauen. Wortgruppen wie „Parkett selbst abschleifen“ oder „Kochen für Anfänger“ zum Beispiel: Denkbar sind Sätze wie „Sie möchten Ihr Parkett selbst abschleifen?“ oder „Mit unseren Tipps wird Kochen für Anfänger zum Kinderspiel“.

Sie können mehrteilige Suchbegriffe aber auch mit Satzzeichen trennen. Dann stehen die einzelnen Wörter nicht mehr in direktem Zusammenhang. Wiederholungen fallen weniger stark ins Auge und Ihre Formulierungen wirken abwechslungsreicher:

  • „Stumpfes Parkett? Selbst abschleifen (oder abschleifen lassen) verhilft Ihren Böden zu neuem Glanz.“
  • „Wir haben etwas gegen glanzloses Parkett. Selbst abschleifen – das klappt mit unserer Schleifmaschine Gloss Finish HPG.“
  • „Essen bestellen? Lieber selbst kochen! Für Anfänger empfehlen wir unseren Einsteiger-Kurs Basics am Herd.“
  • „Lernen Sie kochen: Für Anfänger eignet sich unser Kurs Basics am Herd.“

5. Wörter mit Doppelbedeutungen nutzen

Es gibt Wörter, die mehrere Bedeutungen besitzen: „Diele“ als Fußbodenbrett und als Vorraum einer Wohnung, „Gehalt“ im Sinne von „Lohn“ und von „Inhalt“ – oder „die Orange“ und die Farbe „orange“. Sogenannte Homonyme zu benutzen, wird nicht immer gelingen. Doch wenn Sie einzelne Keywords in ganz anderem Zusammenhang in Ihre Websitetexte einbauen können, dann tun Sie es:

  • Angenommen, Sie sind Steuerberater und auf Ihrer Preisliste geht es um das Schlagwort „Kosten“. Dann könnten Sie schreiben: „Steuererklärungen kosten Zeit und Nerven. Aber ich entlaste Sie gern: bei Ihrer Steuererklärung, Ihrem Jahresabschluss und Ihrer Lohnbuchhaltung. Die Kosten für meine Leistungen (…)“.

Extratipp zum Schluss

Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, sich ausschließlich auf bestimmte Keywords zu konzentrieren. Google legt ausdrücklich Wert auf nutzerfreundliche Websites: Keyword-Spam verstößt gegen die hauseigenen Qualitätsstandards. Und leserorientierte Texte helfen Ihnen auch in Sachen SEO. Wenn Sie Ihre Leser ernst nehmen, werden sie sich gerne und umso länger auf Ihrer Website aufhalten. Auch dies fließt in Ihr Google-Ranking ein. Denken Sie also an Ihre Leser – und nicht in erster Linie an Google und Co.

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