Datumsangaben korrekt schreiben: Checkliste für die wichtigsten Gelegenheiten

Datumsangaben korrekt schreiben: Frau mit Klemmbrett und der Monatsübersicht eines Kalenders

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Bei Datumsangaben kann man nichts falsch machen? Weit gefehlt! Hier lauern jede Menge Fallstricke. Damit Ihnen in Ihren Geschäftsbriefen und allen anderen Unterlagen keine Fehler unterlaufen, habe ich alles Wichtige für Sie zusammengefasst: die gängigsten Datumsformate und die zentralen Rechtschreibregeln.

Varianten der Datumsangabe

Das Datum kann auf unterschiedliche Weise angegeben werden. Zwar legt die DIN-Norm 5008 klare Schreib- und Gestaltungsregeln fest – doch verbindlich sind diese Empfehlungen nicht. Sie müssen sich nicht sklavisch an die DIN-Normen halten. Welches Format am besten passt, hängt davon ab, wo Sie das Datum einfügen: im Briefkopf, auf Rechnungen, in Tabellen oder in ausformulierten Texten.

2018-04-03: Die DIN-Norm 5008 spricht sich für das internationale Datumsformat „Jahr-Monat-Tag“ aus. Doch hier können Missverständnisse entstehen. Etliche Leser dürften Monat und Tag verwechseln – und fälschlicherweise annehmen, bei 2018-04-03 handele es sich um den 4. März 2018. Daher rate ich von dieser Variante ab.

03.04.2018: Auch die Schreibung mit vorangestellten Nullen ist laut DIN 5008 ausdrücklich erlaubt. Bei diesem Datumsformat stehen keine Leerzeichen zwischen Tag, Monat und Jahreszahl. Zugleich wird der Monat stets in Ziffern angegeben: „03. April 2018“ oder „03. Apr. 2018“ wäre falsch. Das Datum mit führenden Nullen wirkt pragmatisch und schnörkellos. Es eignet sich für Briefe oder Tabellen, fügt sich aber nicht nahtlos in ausformulierte Texte ein: Der Lesefluss stockt.

3.4.2018: Datumsangaben ohne führende Nullen muten weniger „technisch“ an. Diese Form lässt sich in Briefen, Listen und Tabellen, aber auch in Fließtexten sehr gut lesen. Achten Sie darauf, wiederum ohne Leerzeichen zwischen Tag, Monat und Jahreszahl zu schreiben.

3. April 2018: Nach DIN 5008 sind ausgeschriebene Monatsnamen allein in Fließtexten korrekt. Sie können sich jedoch auch bei Datumsangaben in Ihren Geschäftsbriefen für diese Variante entscheiden: wenn Ihnen das numerische Format (egal, ob mit oder ohne führende Nullen) zu nüchtern erscheint.

3. Apr. 2018: Abgekürzte Monatsnamen sind eine weitere Option – nicht nur in Briefen, sondern auch in Tabellen oder sonstigen Listen. In Fließtexten sollten Sie die Monate zugunsten der Lesbarkeit jedoch ausschreiben. Korrekt abgekürzt wird übrigens so: Jan., Feb., Mär./März, Apr., Mai, Jun./Juni, Jul./Juli, Aug., Sept., Okt., Nov. und Dez.

Wochentage und Datumsangaben verbinden

Egal, für welche Form des Datums Sie sich entscheiden: Bei Datumsangaben im Satzgefüge schlägt der Fehlerteufel besonders gern bei Verbindungen mit dem jeweiligen Wochentag zu. Bei Formulierungen mit den Wörtern „am“, „vom“ und „bis zum“ sind folgende Varianten korrekt:

  • „am Dienstag, 3. April(,) …“,
  • „am Dienstag, dem 3. April(,) …“,
  • „am Dienstag, den 3. April(,) …“,
  • „vom Dienstag, 3. April(,) …“,
  • „vom Dienstag, dem 3. April(,) …“,
  • „vom Dienstag, den 3. April(,) …“,
  • „bis zum Dienstag, 3. April(,) …“,
  • „bis zum Dienstag, dem 3. April(,) …“,
  • „bis zum Dienstag, den 3. April(,) …“.

Da das Hauptwort „Dienstag“ im Dativ steht, müsste der Artikel vor der Datumsangabe ebenfalls den Dativ anzeigen: Streng genommen wäre allein „am/vom/bis zum Dienstag, dem 3. April“ korrekt. Doch der Duden erlaubt auch den Akkusativ: „am/vom/bis zum Dienstag, den 3. April“.

Bei Formulierungen ohne „am“, „vom“ und „bis zum“ darf das Datum nicht mit dem Begleitwort „dem“ angeschlossen werden. Nutzen Sie den Artikel „den“ oder schreiben Sie ohne Artikel:

  • „Dienstag, 3. April(,) …“,
  • „Dienstag, den 3. April(,) …“,
  • „bis Dienstag, 3. April(,) …“,
  • „bis Dienstag, den 3. April(,) …“.

In allen Fällen gilt: Zwischen Wochentag und Datum steht stets ein Komma. Nach der Datumsangabe kann ein Komma gesetzt werden.

Zeiträume benennen

Abwesenheitsnotizen in Ihrem E-Mail-Programm, Hinweise auf befristete Angebote oder Ankündigungen besonderer Aktionen: Sicherlich müssen Sie hin und wieder Zeiträume angeben. Dabei haben Sie die Wahl: zwischen

  • „vom 3. April bis zum 15. April …“,
  • „vom Dienstag, 3. April(,) bis zum Sonntag, 15. April(,) …“,
  • „vom Dienstag, dem 3. April(,) bis zum Sonntag, dem 15. April(,) …“,
  • „vom Dienstag, den 3. April(,) bis zum Sonntag, den 15. April(,) …“,
  • „von Dienstag, 3. April(,) bis Sonntag, 15. April(,) …“,
  • „von Dienstag, den 3. April(,) bis Sonntag, den 15. April(,) …“,
  • „zwischen 3. April und 15. April …“,
  • „zwischen Dienstag, 3. April(,) und Sonntag, 15. April(,) …“,
  • „zwischen Dienstag, dem 3. April(,) und Sonntag, dem 15. April(,) …“,
  • „zwischen Dienstag, den 3. April(,) und Sonntag, den 15. April(,) …“,
  • „3. April – 15. April …“,
  • „Dienstag, 3. April – Sonntag, 15. April …“.

In ausformulierten Texten sind Datumsangaben mit „von … bis“, „vom … bis zum“ oder „zwischen … und“ die beste Wahl. Bis-Striche stören den Lesefluss: Sie eignen sich eher für überblicksartige Hinweise in Anzeigen, in Prospekten oder auf Werbeplakaten. Und tappen Sie nicht in die Fehlerfalle:

  • Mischen Sie nie die Varianten „vom … bis zum“ und „von … bis“ mit „zwischen … und“. Angaben wie „zwischen 3. April bis 15. April“ sind Fälle für den Rotstift.
  • Wenn Sie mit „vom“ oder „von“ beginnen, müssen Sie das Wörtchen „bis“ ausschreiben. Der Bis-Strich („vom 3. April – 15. April“) ist hier nicht erlaubt.
  • Wenn Sie sich für Datumsangaben mit Bis-Strichen entscheiden: Verwenden Sie anstelle des kürzeren Bindestrichs („-“) den längeren Gedankenstrich („–“).

Ob vor und nach dem Bis-Strich Leerzeichen stehen dürfen, ist nicht einheitlich geregelt. Der Duden verzichtet auf Leerzeichen, führt jedoch ausschließlich verkürzte Formulierungen an (nachzulesen im Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle, Stichwort bis-Zeichen: „5.–9. Mai“, „9–11 Uhr“). Dennoch empfehlen sich bei komplexeren Angaben Leerzeichen: Hinweise wie „3. April – 15. April“ lassen sich angenehmer lesen.

Extratipp zum Schluss

Auch wenn es verschiedenste Datumsformate, verschiedenste Verbindungen von Wochentag und Datum und unterschiedliche korrekte Ankündigungen von Zeiträumen gibt: Entscheiden Sie sich einfach für eine Schreibweise – und behalten Sie diese Schreibung in allen Texten bei. So formulieren Sie fehlerfrei.

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16 Kommentare

  1. Samuel Alami

    Bei uns im Büro wird gerade diskutiert, wie genau Abwesenheitsmeldungen geschrieben werden sollen.
    Wann werde ich wieder zurück erwartet, wenn ich schreibe:

    Ich bin vom 14.7.2019 bis am 22.7.2019 in den Ferien.
    Ich bin vom 14.7.2019 bis am 22.7.2019 nicht im Büro.

    Meiner Meinung nach heisst das, dass ich am 23.07.2019 wieder im Büro bin.
    Meine Kollegen haben mich zum Teil schon am 22.072019 wieder erwartet.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Herr Alami,

      ich finde Ihre Formulierung auch missverständlich und würde daher damit rechnen, dass Sie erst ab dem 23. Juli wieder im Büro sind.
      Nutzen Sie doch einfach einen anderen Text: „Ab dem 14. 7. 2019 machen wir Ferien. Ab dem 22. 7. (…) / Ab dem 23. 7. sind wir wieder für Sie da (…)“ – je nachdem, was korrekt ist: Dann wissen Ihre Leser, woran sie sind.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  2. Julia

    Hilfe! Wie heißt das:
    Wir beschenken Dich in August und September mit …
    oder
    Wir beschenken Dich im August bis September?

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Julia,

      in diesem Fall ist die eleganteste Formulierung „Wir beschenken dich im August und September“ (oder auch „Wir beschenken dich im August und im September“).
      Falls es um eine größere Zeitspanne und um mehrere Monate gehen sollte, empfehle ich „Wir beschenken dich von Juni bis September“. Nutzen Sie bei solchen Zeitangaben einfach immer Formulierungen mit „von (…) bis“.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  3. Andreas

    Ich habe eine Frage, die niemand eindeutig beantworten kann. Ist es richtig, „vom“ in einem formellen Brief zu verwenden?

    Z. B.: „Mein großer Wunsch wäre es, ein Praktikum vom 10.10.2019 zu machen.“

    Oder muss man so schreiben? „Mein großer Wunsch wäre es, ab dem 10.10.2019 ein Praktikum zu machen.“

    Danke Ihnen!

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Andreas,

      grundsätzlich spricht nichts dagegen, auch in formellen Briefen „vom“ zu benutzen. Allerdings sollten Sie in diesem Fall einen Zeitraum angeben, beispielsweise „Mein großer Wunsch wäre es, ein Praktikum vom 10.10.2019 bis zum 15.11.2019 zu machen“: Die Angaben „vom“ und „bis“ gehen immer Hand in Hand.
      Wenn Sie nur den gewünschten Start des Praktikums erwähnen, formulieren Sie mit „Mein großer Wunsch wäre es, es Praktikum ab dem 10.10.2019 zu machen“ korrekt.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  4. Elizaveta

    Ich habe eine seltsame Frage: Wissen Sie nicht, ob es vor dem Ersten Weltkrieg eine Schreibweise gab, bei dem das Jahr mit lateinischen Zahlen angegeben wurde, z. B. 3.7.V?

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Elizaveta,

      dass Jahreszahlen in lateinischen bzw. römischen Zahlen geschrieben werden, ist mir in der heutigen Zeit nur von (Hollywood-)Filmen bekannt: Gelegentlich wird das Entstehungsjahr des Films im Abspann beispielsweise nicht mit „2018“, sondern mit „MMXVIII“ angegeben.
      Ob man vor dem Ersten Weltkrieg lateinische Zahlen für Jahresangaben benutzt hat, kann ich leider nicht sagen.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  5. Thomas Strauß

    Rechtschreiberegeln ändern sich mit der Zeit. Warum soll man also nicht 19.2. 19 schreiben? Das Jahr ist etwas abgesetzt, der besseren Übersicht halber.

    In Briefen mit Blocksatz entstehen manchmal Leerstellen in Form großer Textlücken. Das sieht dann wirklich nicht mehr gut aus.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Herr Strauß,

      natürlich ändern sich Rechtschreibregeln und die verkürzte Schreibung der Jahreszahl („19“ statt „2019“) ist eine gängige Variante – ohne jedoch die Jahreszahl mit Leerzeichen abzugrenzen: „19.2.19“.
      Unabhängig davon finde ich: Man stolpert als Leser immer irgendwie über solche verkürzten Jahresangaben. „19.2.2019“ wirkt sehr viel klarer. Und wenn im Blocksatz unvorteilhafte Leerstellen entstehen, können Sie die Monatsnamen ausschreiben. Gerade in Fließtexten lassen sich Angaben wie „19. Februar 2019“ angenehmer lesen.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  6. Christian Bangert

    Sehr geehrte Frau Meinzenbach,

    die “Kann”-Regel zur Kommasetzung nach dem Datum scheint mir im Widerspruch zur Duden-Regel zu Appositionen zu stehen. Dem Duden nach werden Zusätze im Satz von Kommata eingeschlossen; nach “am Dienstag, dem 3. April” müsste demnach zwingend ein Komma folgen. Bei folgendem Satz würde auch niemand auf das Komma verzichten wollen: “Am Dienstag, einem äußerst stürmischen Tag, ging ich am Ufer des Sees spazieren.”
    Es sieht m.E. auch sehr seltsam aus, auf das schließende Komma zu verzichten …

    Mit freundlichen Grüßen
    Christian Bangert

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Herr Bangert,

      bei Formulierungen wie „Dienstag, dem/den 3. April(,) …“ kann man „dem/den 3. April“ als klassische Apposition (also als ergänzenden Einschub) oder als nachgeordnetes Aufzählungsglied verstehen. Im ersten Fall wird das schließende Komma gesetzt – und im zweiten Fall nicht: Ich verweise hier auf das vom Dudenverlag herausgegebene Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle, Stichwort Datum (2) und die Duden-Regel D 32.

      Beide Möglichkeiten gelten auch für Ihren Satz „Am Dienstag, einem äußerst stürmischen Tag, ging ich …“. Sie haben also die Wahl: Wenn Ihnen die Schreibung mit schließendem Komma sympathischer ist, dann nutzen Sie sie.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  7. Ingrid Rauschenberg

    Eine Grafikerin hat auf einer Einladungskarte das Datum wie folgt geschrieben:

       AM             IM              UM
    1. Dez.         GH             17:00
     2018     ”ZUM HIMMEL”  UHR

    Mein Lebensgefährte ist Lehrer und hat gemeint, so könne man das Datum auf GAR KEINEN FALL schreiben…bitte um ihre Meinung! Danke

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Frau Rauschenberg,

      die Datumsangabe „1. Dez. 2018“ geht mit dem abgekürzten Monatsnamen in Ordnung (wenn man diese Abkürzungen mag). Auch die Uhrzeit „17:00 Uhr“ ist separat betrachtet korrekt.

      Allerdings ist die Anordnung in drei Spalten und die Aufteilung von Datum, Veranstaltungsort und Uhrzeit sehr ungünstig: Alle Angaben lassen sich nicht gut lesen. Daher stimme ich Ihrem Lebensgefährten zu. Ein anderes Layout wäre zweifellos leserfreundlicher gewesen.
      Mich persönlich stört zudem auch die Schreibung in Großbuchstaben: Großbuchstaben wirken eher aggressiv und der Leser bekommt das Gefühl, er wird angeschrien.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  8. Max

    Hier im Büro sehe ich manchmal die Verwendung des Datumsformats 6/7/12 oder 06/07/2012 (für deutsche Daten, meist von Mitarbeitern, die auch ./. als Minus verwenden). Da wir mitunter Korrespondenz mit den USA, Japan und China haben (mit Übersetzungen in alle Richtungen), ist nie ganz klar, was ist Monat und was ist Tag, egal ob mit . oder / abgetrennt.

    Meiner Erfahrung nach kann ich mich – egal in welcher Sprache – ausschließlich dann auf das Datum verlassen, wenn es im Original und den Folgedokumenten durchgängig in der Form 2012-07-06 stand (mit vierstelligem Jahr). Das vorangestellte Jahr scheint so exklusiv bei den Datumsformaten zu sein, dass auch bei Monat und Tag keine Verdreher mehr stattfinden.

    Zumindest bei uns wird auch in der deutschen Korrespondenz zunehmend das DIN-Format verwendet, wenn nicht gleich ein alphanumerisches Format gewählt wird.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Vielen Dank für Ihren Hinweis.
      Die Schreibweise „Jahr-Monat-Tag“ (2018-07-19) ist laut DIN 5008 vollkommen korrekt. Allerdings kann ich mich persönlich gar nicht mit dieser Schreibung anfreunden – und greife in meinen Briefen dann doch auf 19. Juli 2018 zurück.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

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