Kein Weihnachtsnewsletter von der Stange: So machen Sie Ihren Kunden Ihre Angebote schmackhaft

Weihnachtsnewsletter-Tipps: rotes Weihnachtsmotiv mit Christbaumkugeln und der Aufschrift "Sale"

© Victoria Borodinova | pixabay.com

Die Vorweihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit des Jahres: die beste Gelegenheit, um Ihre Kunden mit Produkten, Dienstleistungen, Rabatten oder Gutscheinen zu ködern. Aber wie klappt das am besten? Wie schaffen Sie es, mit Ihrem Weihnachtsnewsletter zu begeistern – und nicht inmitten der vielen Angebote fürs Fest unterzugehen?

Weihnachtsmailings gibt’s ungefähr so oft wie „Last Christmas“ in der Fußgängerzone: Um bei Ihren Lesern zu punkten, brauchen Sie mindestens B. B. Kings „Back Door Santa King“. Damit Ihr Weihnachtsnewsletter ankommt, habe ich einige Tipps und Formulierungsbeispiele für Sie.

Ein Weihnachtsnewsletter muss sein?

Einen Weihnachtsnewsletter brauchen Sie immer dann, wenn es Ihnen ums Verkaufen geht. Denn in klassischen Weihnachtsgrüßen an Ihre Kundinnen und Kunden haben Werbung und Reklame nichts zu suchen. Dort zählen Aufmerksamkeit und echte Wertschätzung: eine persönliche Botschaft zum Fest und/oder zum Jahreswechsel.

Trennen Sie ganz klar zwischen empathischer Weihnachtspost und Ihrer Werbetrommel. Dort können Sie problemlos ausholen – und auf Schnäppchen und besondere Angebote hinweisen. Oder Ihre Leser dazu auffordern, in Ihrem Geschäft vorbeizuschauen oder Ihre Dienstleistungen zu buchen. Am besten, indem Sie (vorweihnachtliche) Herausforderungen Ihrer Kunden aufgreifen: indem Sie über ihre Wünsche und Probleme schreiben und ihnen gute Lösungen anbieten.

Storytelling für Ihren Weihnachtsnewsletter: Vorteile für Ihre Leser in den Mittelpunkt

Das gute alte Storytelling funktioniert auch in Ihrem Weihnachtsnewsletter sehr gut. Sie brauchen einen Helden (oder eine Heldin) mit Vorsätzen und Zielen, Hindernisse, die diesen Zielen im Weg stehen – und natürlich eine Auflösung: Probleme werden bewältigt, das Ziel wird erreicht. Ihre Leser sollten sich im Helden Ihrer Story wiedererkennen. Das klappt, indem Sie

  • eine Ihre Newsletter-Leserinnen am 24. Dezember um 13:28 Uhr beim Shoppen begleiten. Ihr fehlt ein Geschenk für ihren Herzallerliebsten, die Mutter und die Schwester. Deshalb schlagen Sie ihr (selbstverständlich rechtzeitig!) den Männerschmuck aus Ihrer Goldschmiede, Ihre Wellnessgutscheine oder Ihre handgemachten Lederhandschuhe vor.
  • von Klaus-Dieter erzählen: von einem Weihnachtsmuffel, wie er im Buche steht – und der bei Ihnen komplett weihnachtsfreie Ferien buchen kann. Ganz ohne „O Tannenbaum“, Christstollen und Weihnachtsdeko.
  • einen Blick auf Heiligabend werfen – und Familien entgegenkommen, denen ein Weihnachtsmann für die Kids fehlt. Weil der Familienvater nicht einspringen möchte und der Großonkel komplett weihnachtsfrei auf Hiddensee urlaubt, vermittelt Ihre Agentur (unter anderem) einen stilechten Ersatz.

Formulierungstipps

Wenn Sie Ihr Weihnachtsgeschäft ankurbeln wollen, gehören nicht nur Vorteile für Ihre Kunden auf den Tisch … in Ihren Weihnachtsnewsletter. Sie brauchen außerdem: Formulierungen mit Gefühl und Persönlichkeit.

Persönlich werden: Ihre Anrede und Ihr Text

Weihnachten ist für die meisten von uns sehr emotional. Daher sollten Sie in Ihrem Text auf Emotionen setzen: Sprechen Sie Ihre Kunden nach Möglichkeit persönlich und mit ihrem Namen an – und nicht bloß mit „Liebe Kundinnen und Kunden“. Und auch nicht mit „Sehr geehrte Frau Müller“ oder „Sehr geehrter Herr Schulz“: Ihr Weihnachtsnewsletter darf vertrauter klingen und sollte nicht allzu förmlich daherkommen.

Doch auch Ihr eigentlicher Text zählt. Wenn Sie Wünsche und typische Hürden Ihrer Leser aufgreifen, beziehen sie Ihren Newsletter umso direkter auf sich selbst. Vor allem, wenn Sie mit Fragen arbeiten: Mit „Das kennen Sie?“ oder „Das kommt Ihnen irgendwie bekannt vor?“ schaffen Sie Nähe. Und natürlich, indem Sie Ihre Angebote als lohnende Lösungen empfehlen.

Keine Floskeln: Von der Betreffzeile bis zum Newslettertext

„Weihnachten steht vor der Tür“, „Alle Jahre wieder“ oder „Der Countdown läuft“. Oder „Weihnachten ist die beste Zeit, um (…)“ und „Frohes Fest“. Das lesen Ihre Kunden an allen Ecken und Enden: Solche Floskeln tun weder Ihrer Betreffzeile noch Ihrem Weihnachtsnewsletter gut. Besser geht’s ohne die üblichen Plattitüden: vielleicht mit

  • „Bloß kein Stress!“,
  • „Die schönste Zeit des Jahres? Von wegen …“,
  • „Her mit den Geschenken“ oder
  • „Weihnachten ohne Weihnachtstrubel? Das geht in unserem Hotel: mit Wellness statt Weihnachtsgans (…)“.

Rabatte und Co.: Rein damit in Ihren Weihnachtsnewsletter

Natürlich können (und sollten) Sie in Ihrem Weihnachtsnewsletter auf Rabatte, Gutscheine oder Geschenkaktionen hinweisen. Das geht klar, wenn Sie mit offenen Karten spielen: wenn Sie Ihren Newsletter nicht als wohlmeinenden, empathischen Weihnachtsgruß tarnen (siehe oben). Dann können Sie Ihre Kunden ohne Weiteres in Ihr Geschäft locken. Möglich wäre

  • „Am 6. Dezember gibt’s für jeden 10. Einkauf 8 Prozent Rabatt“ oder
  • „Geschenke auf den letzten Drücker? Für alle Bestellungen am 3. Advent berechnen wir keine Versandkosten“.

Doch fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus. Bringen Sie Ihren Leserinnen und Lesern solche Sonderaktionen nach und nach nahe: indem Sie sie einbeziehen, eine Situation beschreiben, in der sie sich wiedererkennen – und erst dann mit Ihrem Angebot herausrücken. Oder eine klare Handlungsaufforderung anschließen.

„Call-to-Action“: Sagen Sie Ihren Kunden, dass sie kaufen sollen

Stichwort „Handlungsaufforderung“ (marketingtechnisch auch Call-to-Action oder kurz CTA): Sagen Sie Ihren Kunden, was sie tun sollen. Denn die meisten haben wenig Zeit. Vor Weihnachten erst recht: Geben Sie daher einen klaren Impuls. Mit einer Handlungsaufforderung steigen Ihre Chancen, dass Ihre Leser tatsächlich bei Ihnen kaufen oder bestellen.

Doch Ansagen wie „Jetzt buchen!“ oder „Unkompliziert bestellen“ einfach nur hinknallen: Das begeistert niemanden. Entwickeln Sie Ihre Handlungsaufforderung aus dem Storytelling Ihres Weihnachtsnewsletters heraus: aus dem ganz konkreten Problem Ihrer Leser, aus dem Lösungsansatz Ihres Angebots. Zeigen Sie zu guter Letzt, wie leicht diese Lösung zu haben ist – und weisen Sie noch einmal kurz und knapp auf Pluspunkte hin:

  • „Weihnachtsgeschenke sichern: Am 13. Dezember versandkostenfrei bestellen“ oder
  • „Das passende Geschenk entdecken – und bei ‚Company & Co.‘ shoppen“.

Und der passende Zeitpunkt für Ihren Weihnachtsnewsletter …?

Das traditionelle Weihnachtsgeschäft beginnt am Black Friday: am Freitag nach Thanksgiving. Im Jahr 2020 ist das der 27. November. Doch die meisten Menschen beginnen schon viel eher mit den Weihnachtseinkäufen und der einen oder anderen Weihnachtsvorbereitung: Ein Weihnachtsnewsletter Anfang oder Mitte Dezember kommt eigentlich zu spät.

Bringen Sie Ihre Botschaften ruhig schon im November an Ihre Kunden. Natürlich können Sie mit etwas Abstand gerne einen zweiten Newsletter verschicken – und, sofern Sie Social Media nutzen, Ihre Angebote auch dort streuen. Hinterfragen Sie, welche Termine gut in Ihr Weihnachtsmarketing passen: Wenn Sie personalisierte Präsente fertigen, brauchen Sie einen ganz anderen Vorlauf als der klassische Einzelhandel. Und wenn Sie Last-Minute-Shopper ansprechen wollen auch.

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Texten Ihres Weihnachtsnewsletters – und eine erfolgreiche (und hoffentlich nicht zu stressige) Vorweihnachtszeit.

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