Bitte keine Rechtschreibfehler: Tipps für Ihre Weihnachtspost

Keine Rechtschreibfehler in der Weihnachtspost: Motiv Weihnachtskarten

© Annie Spratt | unsplash.com

Weihnachten und der Jahreswechsel rücken näher. In der Adventszeit verschicken kleine und große Firmen ihre Weihnachtspost. Und wie alle Jahre wieder gehen wohl auch diesmal jede Menge Rechtschreibfehler auf die Reise. Wenn Sie Ihren Kunden und Geschäftspartnern frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr wünschen, haken Sie einfach folgende Checkliste ab: Dann tappen Sie in keine Rechtschreibfalle.

Frohes Fest: Steht das Adjektiv „froh“ am Satzanfang oder zu Beginn einer freistehenden Zeile, wird großgeschrieben. Bei Slogans ähnlich den Aufschriften auf handelsüblichen Grußkarten muss es „Frohes Fest“ oder „Fröhliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr“ heißen.

Wir wünschen fröhliche Weihnachten: Sind Adjektive wie „fröhlich“, „froh“ oder „besinnlich“ normale Satzbestandteile, werden sie kleingeschrieben. Bitte nicht mit der gebotenen Großschreibung am Anfang freistehender Zeilen verwechseln. „Wir wünschen Fröhliche Weihnachten“ ist falsch!

Silvestergrüße: Katholiken kennen den 31. Dezember auch als Gedenktag des heiligen Silvester. Der letzte Tag des Jahres ist weder nach dem Trickfilmkater Sylvester noch nach dem Schauspieler Sylvester Stallone benannt: Ihre Adressaten feiern Silvester – und nicht Sylvester.

Viel Erfolg im neuen Jahr: Hier gilt, was schon für „fröhliche Weihnachten“ gilt. „Neu“ ist ein Adjektiv und „neues Jahr“ keine namensähnliche Fügung (wie etwa Heiliger Abend). Bei Wünschen wie „Viel Erfolg im neuen Jahr“ müssen Sie kleinschreiben. Die Großschreibung bleibt dem Feiertag Neujahr und dem Toast „Prosit Neujahr“ vorbehalten.*

Gesundes neues Jahr: Formulierungen wie „gesundes neues Jahr“ kommen ohne Komma aus. „Gesund“ präzisiert das folgende Adjektiv „neu“. Hier liegt keine Aufzählung gleichrangiger Eigenschaften vor. Daher schreiben Sie falsch, wenn Sie „Wir wünschen ein gesundes, neues Jahr“ schreiben.*

Guten Rutsch ins neue Jahr: Auch das Wörtchen „ins“ ist ungemein fehleranfällig. Häufig wird ein Apostroph gesetzt. Dabei sind Apostrophe bei Verschmelzungen von Präpositionen und Artikeln völlig überflüssig: „In das“ wird zu „ins“ und der Silvestergruß auf keinen Fall zu „Guten Rutsch in’s neue Jahr“.*

* Die Schreibungen „gesundes neues Jahr“, „im neuen Jahr“ oder „ins neue Jahr“ sind bis zum Sommer 2017 verbindlich geblieben. Im Juni 2017 hat der Rat für deutsche Rechtschreibung einige Regeln geändert: Seither sind auch die großgeschriebenen Varianten „gesundes Neues Jahr“ oder „im Neuen Jahr“ erlaubt.

In diesem Sinne: Erfreuen Sie Ihre Kunden, Geschäftspartner und Kollegen mit fehlerfreier Weihnachtspost. Und verbringen Sie fröhliche (oder besinnliche) Feiertage, genießen Sie die Silvesterparty und kommen Sie gut ins neue Jahr.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

error: Content is protected !!