Zehn beliebte Rechtschreibfehler: Mein persönliches Best-of

Beliebte Rechtschreibfehler: weißes Puzzle auf Holztisch

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Es gibt Rechtschreibfehler, die ungemein häufig vorkommen (und die ich in den Texten meiner Kunden immer wieder korrigieren darf): sprachliche Schnitzer, die die meisten Menschen wahrscheinlich gar nicht als Fauxpas wahrnehmen. Zehn dieser Fehler fasse ich in diesem Überblick zusammen. Und nach Möglichkeit gebe ich Ihnen Eselsbrücken mit: damit Sie in Sachen Rechtschreibung und Rechtschreibfehler auf der sicheren Seite sind.

1. „Herzlich willkommen“

Dieser Rechtschreibfehler hält sich beharrlich: „Herzlich Willkommen auf meiner Website“ oder „Herzlich Willkommen in unserem Geschäft“. Doch

  • bei „willkommen“ handelt es sich um ein Adjektiv – um eine verkürzte Form von „herzlich willkommen heißen“ und
  • Adjektive werden bekanntlich kleingeschrieben.

Verwechseln Sie das Adjektiv „willkommen“ nicht mit den Substantiven „das herzliche Willkommen“ und „ein herzliches Willkommen bereiten“: In diesen beiden Fällen wird korrekterweise großgeschrieben.

2. Eins mit Stern

„Sonderpreis für 1 Kilo Hundefutter“ und „Mitgliedsbeitrag für 1 Jahr“? Bei Mengenangaben wird gelegentlich die Ziffer „1“ genannt. Und anstelle der unbestimmten Artikel „ein“, „eine“ oder „einer“ auch. Doch „1“ bedeutet „eins“ – und nicht „ein“ oder „eine“. Schreiben Sie daher aus:

  • „Sonderpreis für ein Kilo Hundefutter“ oder
  • „Mitgliedsbeitrag für ein Jahr“.

Angaben wie „1 Kilogramm“, „1 Stk.“ oder „1 Jahr“ sind lediglich in Tabellen, auf Bestellscheinen und Rechnungen vertretbar: überall dort, wo Sie viele Ziffern (und keine Zahlwörter) nutzen.

3. „Von Mai bis Juni“

Zeiträume gibt man mit den Formulierungen „von (…) bis“, „vom (…) bis“ oder lediglich mit „bis“ an: „Wir machen vom 25. Mai bis zum 7. Juni Urlaub“ oder „Wir machen bis zum 7. Juni Urlaub“. Statt „bis“ könnten Sie auch einen Bis-Strich einsetzen – niemals jedoch in Verbindung mit „von“ oder „vom“:

  • „Wir machen Urlaub vom 25. Mai – 7. Juni“ ist ein klarer Rechtschreibfehler.
  • „Wir sind im Urlaub: 25. Mai – 7. Juni“ geht dagegen in Ordnung.

4. Punktgenau: Gedankenstriche in korrekter Länge

Wenn Sie Bis-Striche nutzen, lauert ein weiterer Rechtschreibfehler. Und wenn Sie Einschübe einfügen – damit unterbrechen Sie den Zusammenhang Ihres Satzes – auch. In beiden Fällen gehören etwas längere Gedankenstriche in Ihren Text:

  • Kurze Bindestriche – verwendet bei Silbentrennungen am Zeilenende, bei Zusammensetzungen („Bis-Strich“, „100-prozentig“) oder als Ergänzungsstriche („Ein- und Ausgang“) – sind tabu.
  • Mit dem sogenannten Halbgeviertstrich liegen Sie richtig. Dafür nutzen Sie in Word (unter anderem) die Tastenkombination „2013, Alt + C“. Mac-Besitzern hilft „Alt“ und die Taste für den Bindestrich.

5. „Zwischen Juni und Juli“

Zeiträume können Sie nicht nur mit „von (…) bis“ kennzeichnen. Auch „zwischen (…) und“ ist eine Möglichkeit. Werfen Sie diese beiden Formulierungen jedoch nie durcheinander:

  • Sätze wie „Wir machen zwischen dem 22. Juni bis zum 5. Juli Urlaub“ sind Fälle für den Rotstift.
  • Angaben wie „Urlaub: zwischen 22. Juni und 5. Juli“ und „Wir sind vom 22. Juni bis zum 5. Juli“ im Urlaub“ sind hingegen korrekt.

6. Eine Alternative für „und“? Das &-Zeichen

Das &-Zeichen wird als „und“ gelesen. Daher glauben viele, dieses Zeichen könne jederzeit als Kürzel für „und“ verwendet werden: ein klassischer Rechtschreibfehler. Denn „&“ wird als „Kaufmännisches Und“ bezeichnet. Vorbehalten bleibt es (eigentlich) Firmenbezeichnungen wie

  • „Müller & Söhne“ oder
  • „GmbH & Co. KG“.

Wenn Sie das &-Zeichen mögen, dann nutzen Sie es in Untertiteln oder im Menü Ihrer Website: bei Hinweisen wie „Werbung & Marketing“ oder „Beratung & Coaching“. Doch in Fließtexten hat es nichts zu suchen: „&“ ist kein Ersatz für das normale „Und“.

7. Eine Website ist keine Webseite und keine Homepage

Wenn Sie von Ihrem Internetauftritt sprechen, dann sprechen Sie von Ihrer Website. Und nicht von Ihrer Webseite – und schon gar nicht von Ihrer Homepage. Achten Sie auf Ihre Worte und beugen Sie sprachlichen Nachlässigkeiten vor:

  • Der Begriff „Website“ steht für Ihre komplette Webpräsenz – und schließt alle Ihre Inhalte ein.
  • Mit „Webseiten“ sind die einzelnen Unterseiten Ihrer Website gemeint.
  • „Homepage“ bezeichnet lediglich die Startseite Ihrer Website.

8. Keine Kommas vor „usw.“, „etc.“ und „et al.“

Bei Aufzählungen grenzen Sie (selbstverständlich) die einzelnen Aufzählungsglieder mit Kommas voneinander ab. Doch das Komma entfällt immer dann, wenn Sie Begriffe mit „oder“, „sowie“ oder „und“ verbinden. Genau dies ist bei „usw.“, „etc.“ und „et al.“ der Fall:

  • „Äpfel, Birnen, usw.“ steht für „Äpfel, Birnen, und so weiter“,
  • „Kuchen, Torten, etc.“ steht für „Kuchen, Torten, und die übrigen Dinge“,
  • „Goethe, Schiller, et al.“ bedeutet hingegen „Goethe, Schiller, und andere“.

Machen Sie sich bewusst, was solche Abkürzungen bedeuten – und entscheiden Sie erst dann, ob Sie mit oder ohne Komma schreiben.

9. Bitte mit Bindestrich: Anglizismen samt neuem Grundwort

Etliche Anglizismen bestehen aus zwei Einzelwörtern: „Social Media“, „last minute“, „Best Practice“ oder „Happy Hour“. Doch wenn Sie solche Begriffe mit einem neuen Grundwort verbinden, müssen Sie mit Bindestrichen durchkoppeln. Und zwar komplett:

  • die Schreibungen „Social-Media-Strategie“, „Last-minute-Angebot“, „Best-Practice-Lösungen“ und „Happy-Hour-Cocktail“ sind korrekt,
  • mit „Social Media-Strategie“ oder „Last minute Angebot“ setzen Sie Ihren Lesern Rechtschreibfehler vor.

10. Bitte mit Leerzeichen: „z. B.“ und „e. V.“, „20 %“ und „99 €“

Auch dieser Rechtschreibfehler ist kaum auszurotten: Abkürzungen wie „z.B.“, „u.a.“, „d.h.“ und „e.V.“ – oder Angaben wie „25%“, „30kg“, „45EUR“ und „99€“. Eine simple Eselsbrücke hilft Ihnen. Wenn Sie in ausgeschriebener Form Leerzeichen setzen, dann tun Sie das auch im Falle von Kürzeln, Maßeinheiten und (Währungs-)Symbolen:

  • bei „u. a.“, „d. h.“, „e. V.“ oder „z. B.“ (es heißt ja auch „zum Beispiel“ und nicht „zumBeispiel“),
  • bei „99 €“, „20 %“, „250 kWh“ oder „10 km“ (immerhin heißt es „zehn Kilometer“ und nicht „zehnKilometer“).

Extratipp zum Schluss

Wenn Sie Maßeinheiten abkürzen oder Symbole verwenden, müssen Sie die zuvor genannten Zahlen als Ziffern schreiben. Zahlwörter sind klare Rechtschreibfehler: „zwanzig %“ ebenso wie „zehn km“. Korrekt sind entweder „zwanzig Prozent“ und „zehn Kilometer“ – oder „20 %“, „10 km“ und „99 €“.

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44 Kommentare

  1. Norbert

    Wieso ist Website statt Webseite zu empfehlen, finde ich kein gutes Signal. Freiwillig einen Anglizismus? Internetpräsenz ist doch sehr sperrig.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Norbert,

      die Bezeichnung „Website“ ist letztlich notwendig, um die Internetpräsenz insgesamt von einer einzelnen Webseite zu unterscheiden (als Synonyme sind Begriffe wie „Internetpräsenz“, „Netzpräsenz“ oder „Webauftritt“ möglich): weil „Webseite“ keine adäquate Übersetzung für „Website“ ist. Im Englischen gibt es dafür den Begriff „web page“.
      Bezüglich Anglizismen muss man sagen, dass sich englische Bezeichnungen zum Teil auch im deutschen Sprachgebrauch durchgesetzt haben. Wenn Anglizismen gängig sind und es nur wenige deutsche Synonyme gibt (Sie selbst nehmen „Internetzpräsenz“ ja auch als „sperrig“ wahr), sind Anglizismen vertretbar.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  2. Thieme

    Hallo,
    kümmern Sie sich auch die falsche Verwendung von Begriffen? Das Einsetzen von „scheinbar” zum Beispiel, wo es „anscheinend” heißen muss? Das begegnet mir sehr häufig. Vielleicht ist das regional unterschiedlich (lebe in Mainz)?

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo,

      ja, um falsch verwendete Begriffe geht es bei mir auch – und das Beispiel „scheinbar“ / „anscheinend“ und einige andere Fehlgriffe werden ich im zweiten Teil der besonders häufigen und beliebten Rechtschreibfehler (kommt in den nächsten Wochen) aufnehmen.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  3. Die

    Ich finde es sehr spannend zu sehen, welche Fehler mir selbst passieren würden. Vielen Dank für Ihren Beitrag zur deutschen Sprache.
    Mein innerer Monk schüttelt sich immer bei manchem Gebrauch des Imperatives. Ess oder esse mal…, wenn es dann noch den falschen Weg in die Werbung findet…

    Antworten
  4. Renate

    Merzen Sie doch bitte die schreckliche Angewohnheit: weil ich habe mich vertan gegen “weil ich mich vertan habe” aus. Leider reden auch Politiker so!!!

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo,

      ich merke mir das Problem mit dem Satzbau vor und gehe in einem meiner nächsten Beiträge darauf ein.

      Grüße
      Sandra Meinzenbach

  5. Sabine Manger

    Guten Tag Frau Meinzenbach,

    bitte stellen Sie auch die korrekte Nutzung von „wie viel“ und „dass“ vor. Ersteres wird tatsächlich auch von Banken, Zeitungen und in Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Medien oft als “wieviel” geschrieben. Letzteres beherrscht gefühlt die Hälfte der deutschen Bevölkerung nicht. Beide falschen Nutzungen tun mir persönlich beim Lesen fast körperlich weh.

    Mit Dank im Voraus,
    Sabine Manger

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Frau Manger,

      ich plane in den nächsten Wochen tatsächlich einen zweiten Teil besonders beliebter und oft gemachter Rechtschreibfehler: Dort nehme ich Ihre beiden Beispiele auf. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  6. Arca

    Hallo, viele dieser Fehler werden sich irgendwann durchsetzen und im Duden erscheinen. Was mich in letzter Zeit verunsichert, ist das häufige Auftreten von Verben wie verorten, vertanzen … Viele Grüße
    Arca

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo,

      ja, der Duden bzw. der Rat für deutsche Rechtschreibung nimmt immer wieder gewisse Änderungen, die sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt haben, ins amtliche Regelwerk auf: Da bleibt einfach abzuwarten, mit welchen Schreibungen wir es künftig zu tun haben werden.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  7. Troja

    Ich könnte mir vorstellen, dass die neue Schreibweise zur Medikation etwas mit Fälschungsschutz zu tun hat. Bei “500mg” ist es nicht möglich eine Null hinzuzumogeln -ähnlich wie das x vor Beträgen bei Schecks etc.

    Zum Eintrag Gudders vom 19.5.20:

    Was sind denn „echte Deutsche“?
    Im übrigen schaudert es mich, in ausformulierten Sätzen solcher Rubriken Comicsprache wie „… -schauder!“ zu lesen.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Ja, der Fälschungsschutz kann hier eine Rolle spielen.

      Was das Schlagwort „Comicsprache“ betrifft: Ich würde hier einfach Nachsicht üben. Es geht ja letztlich einfach um die persönliche Sprache derjenigen, die meine Blogbeiträge kommentieren – und hier sind gewisse Freiheiten erlaubt.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  8. Lukas

    Punkt 1 und 8 finde ich etwas, bei denen man Nachsicht üben könnte.
    Die anderen fand ich interessant und richtig, wobei ich auch immer wieder finde, dass die Deutschen es übertreiben mit der deutschen Sprache und Rechtschreibung.
    Es wirkt für mich wie Juristen, die auf ihr Juristen-Deutsch bestehen, wenige schreiben es und noch weniger verstehen es.

    Nehmen sie das bitte nicht als Kritik an ihrer gewiss richtigen Arbeit, eher an der über genauen deutschen Sprache, die jährlich geändert wird.

    Entschuldigung für die Rechtschreibung Fehler, achja mir lag eher Mathematik.

    Gruß Lukas

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Lukas,

      vielen Dank für Ihre Anmerkungen und viele Grüße

      Sandra Meinzenbach

  9. Janine Czichon

    Hallo Frau Sandra Meinzenbach.

    Ich freue mich immer, wenn ich feststelle, dass es noch Menschen gibt, die Lust und Köpfchen für unsere Sprache, bzw. Grammatik haben. Zu viele und gewaltige Fehler sind Alltag. Ergänzend wünsche ich mir als gut gemeinte Info für so Manchen folg.: Zusammengesetzte Worte scheinen ein riesiges Problem zu sein.
    Bsp. :
    „Ich gehe in die Baum Schule und werde dort nach sehen ob es zusammen gestellte Hecken Sorten gibt.“ (falsch)
    „Ich gehe in die Baumschule und werde dort nachsehen ob es zusammengestellte Heckensorten gibt.“ (nicht mehr falsch)

    Uvm.
    Zusammengesetzt ist wichtig, weil zusammen gesetzt eine andere Bedeutung hat. 🙂

    Ich mache bestimmt auch Fehler (leider) aber von vielen Texten und Beiträgen bin ich teils erschüttert und enttäuscht, wie wenig Beachtung unsere Rechtschreibung erhält.
    Also, dankeschön.

    Liebe Grüße
    Janine aus Neuruppin

    Antworten
  10. Lilli Put

    Der Rufen-Sie-mir-an-Mensch kommt sicher aus dem Sauerland. Als gebürtige Sauerländerin falle auch ich als studierte Germanistin manchmal in grammatikalische Unmöglichkeiten zurück. Beispiele gefällig? Ich möchte mit jemandem Schritt halten und rufe: „Watte mir!“
    Übersetzung: Warte auf mich.
    Noch „besser”: „Gestern hab ich dem Gisela angerufen“ ……

    Antworten
    1. Herr Rossi

      Der “Rufen-Sie-mir-an-Mensch” kann aber auch aus dem Kanton Zürich kommen. Ein Kollege von dort teilt mir, wenn er mich telephonisch nicht direkt erreichen konnte, oft per E-Mail mit, weswegen er “mir telephoniert” habe.

  11. Brigitte Reich

    Guten Abend,

    Sie sprechen mit aus dem Herzen, insbesondere was die Verwendung von „1“ und „&“ angeht. Als Deutschlehrerin muss ich immer wieder feststellen, dass meine Schüler überhaupt nicht verstehen, dass ich Dinge wie „ich&du“ als Fehler anstreiche. Durch WhatsApp & Co. neigen sie noch mehr zu solchen falschen Kurzformen. Formulierungen wie: „von Zeile 3 – 5“ sind leider unausrottbar.

    Zu 4.: die Tastenkombination kenne ich nicht, aber Word macht aus dem einfachen Bindestrich doch automatisch den längeren, wenn man davor und danach die Leertaste drückt.

    Viele Grüße
    Brigitte R.

    Antworten
  12. Marcel

    In wissenschaftlichen Texten kenne ich eigentlich nur diese Variante: 2%.

    Alle anderen Angaben werden aber mit Kommata getrennt: 2 kg, 23 ms.

    Antworten
  13. Marta

    Ich hätte gerne noch das Beispiel mit „… das…“ statt „…, dass…“, 80 % der Menschen machen diesen Fehler.
    Herr Hölbling hat geschrieben „macht Sinn“, diesen Fehler machen wiederum schon gefühlt 90 % der Deutschen (bin selber Ausländerin ). Ist es immer noch ein Fehler?

    Viele Grüße
    Marta

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Marta,

      Ihr Beispiel mit „dass“ und „das“ nehme ich in einem meiner nächsten Beiträge auf.
      Die Formulierung „macht Sinn“ ist grammatisch falsch. Korrekterweise müsste man sagen, etwas „ergibt Sinn“. Umgangssprachlich haben sich allerdings Wendungen mit „macht Sinn“ eingebürgert: sodass diese Formulierung auch in der Schriftsprache immer häufiger auftaucht.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  14. Richard Hölbling

    Ihre Ausführungen sind großartig. Ich freue mich immer wieder darüber, wenn jemand sich mit den Tücken unserer Sprache auseinander setzt. Die Regeln der Sprache haben ja eine bestimmte Logik. Wenn man sich damit beschäftigt, macht es Spaß und Sinn, sich mit dem Leben der Wörter und den Veränderungen der Regeln durch die Nutzung der Menschen zu beschäftigen.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Herr Hölbling,

      vielen Dank für Ihr Kompliment.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  15. Bärbel Lehmann

    Guten Tag,
    sehr interessant hier durchzuschauen oder zu lesen.
    Deutsch ist schon schwer zu erlernen, die Grammatik und Rechtschreibung hat so ihre Tücken. Aber manche lernen es nie richtig und wollen es auch nicht. Den meisten ist wahrscheinlich egal, ob sie das Wort richtig oder falsch schreiben. Finde es aber gut, dass es solche Menschen gibt und die auch mal wieder darauf hinweisen, wo die Fehler liegen, danke dafür.
    Mit freundlichen Grüßen
    B. L.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Frau Lehmann,

      vielen Dank, dass Ihnen mein Beitrag gefällt. Bleiben Sie mir gewogen!

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  16. Gudders

    Liebe Frau Meinzenbach,

    Sie schreiben mir aus der Seele! Lassen Sie sich bloß nicht weich machen durch Leserkommentare. Zwar ist unsere Sprache nicht ganz so rigide festgeschrieben wie z. B. das Französische, aber gewisse Regeln sollte man doch befolgen. Weiter so, Frau Meinzenbach! Meine volle Unterstützung haben Sie!
    Und immer dran denken: Geh nie tief ins Wasser, weil`s da tief ist!

    Ihre Leserin
    Gudders

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Liebe Frau Gudders,

      vielen Dank für Ihren Zuspruch.
      Aber als Lektorin hat man ohnehin den Ruf, jeden noch so kleinen Rechtschreibfehler anzuprangern. Diesbezüglich bin ich abgehärtet. 😉

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  17. Haschke

    Hallo Frau Meizenbach,

    Komma ist ein lateinischen Wort. Die Mehrzahlbildung ist darum Kommata.

    Mit freundlichem Gruß

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Frau Haschke,

      das ist korrekt. Der Duden lässt als Alternative aber auch „Kommas“ zu: Insofern hat man auch den deutschen Plural zur Auswahl.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

    2. Rheinländer

      Beide Fälle sind richtig.

    3. Sandro

      Hallo,

      ich will nicht den Schlaumeier spielen, aber als Lateinstudent mit altgriechischer Vorbildung schmerzt es mich immer, wenn alle Fremdwörter dem Latein zugeordnet werden. „Komma“ ist ein griechisches Wort. Plurale auf -ta gibt es im Latein nur bei griechischen Lehnwörtern, wie „comma“ dies eben auch ist (cf. Schema – Schemata, Thema – Themata).

      Freundliche Grüße

    4. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo,

      mir ist zwar im Hinterkopf bewusst, dass „Komma“ bzw. „Kommata“ aus dem Griechischen stammen – aber nicht, dass es sich um ein griechische Lehnwort handelt: Wieder was gelernt!

  18. Lars

    Bin per Zufall auf den Artikel gestoßen.
    Ich finde, der Beitrag zeugt von einer sehr sehr konservativen Auffassung von Sprache.
    Homepage wird durchaus synonym für Website benutzt ohne dass man dies als „falsch“ ansehen muss.
    Zudem hat dies ja genau genommen auch gar nichts mit Rechtschreibung zu tun.
    Auch die Ausführungen zur „1“ gehen mir zu weit.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo Lars,

      sobald es um Website- und Werbetexte geht, bin ich tatsächlich konservativ. Dort fallen Fehler und sprachliche Ungenauigkeiten eben doch sehr auf – und das kann zulasten der Unternehmen gehen. Korrekte Sprache ist letztlich immer ein Zeichen von Wertschätzung und Achtung des Lesers: Geht das Wohlwollen der Kunden verloren, kann sich das immer auf die Kaufentscheidung auswirken.
      An anderen Stellen kann man hingegen durchaus locker und freier mit Sprache umgehen.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  19. Gerhard Jannek

    Gut gebrüllt Löwe, aber denke mal an unsere ausländischen Mitbürger, wie sollen die sich das alles merken können???

    Antworten
    1. Ismail

      Ein gesunder Mensch ist in der Lage neue Sprachen zu lernen.
      Natürlich dauert es eine Weile bis man “alle” Regeln drauf hat.
      Aber das eigentliche Problem ist, dass einige Menschen oder Bevölkerungsgruppen nicht akzeptiert werden. Dies führt dazu, dass die sich nicht so einfach und schnell integrieren können. Mein Appell an Sie: Kümmern Sie sich bitte um Ihre Probleme und sparen Sie sich solche Kommentare.

    2. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Herr Jannek,

      in diesem Fall sollte man Nachsicht walten lassen: Für alle, die keine Muttersprachler sind, sind gewisse Feinheiten der deutschen Rechtschreibung (und der Grammatik und der Zeichensetzung) einfach sehr schwierig.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  20. Crazy

    Bei „Herzlich willkommen“ handelt es sich um ein Exclamatio. Der einzige Fehler ist, dass die meisten keinen Punkt oder kein Ausrufezeichen verwenden. Aber eigentlich ist dieser Ausdruck korrekt.

    Antworten
  21. Ute Schätzle-Schweiger

    Alles schön und gut, aber: In Arztbriefen soll neuerdings z. B. bei der Medikation der Medikamentenname und die Mengenangabe ohne Leerzeichen zusammengeschrieben werden (Metamizol 500mg). Das sieht doch furchtbar aus.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Guten Tag, Frau Schätzle-Schweiger,

      wenn es klare Vorgaben gibt (vielleicht seitens der Krankenkassen?), dann muss wohl dementsprechend “Metamizol 500mg“ geschrieben werden – obwohl ich diese Schreibweise nicht teilen kann und in Gedanken immer gleich den virtuellen Rotstift zücke.
      Unterschiedliche Schreibungen (mal mit und dann wieder ohne Leerzeichen) tragen sicherlich nicht dazu bei, dass sich die korrekte Rechtschreibung durchsetzt.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

  22. Has

    Ich kann mir vorstellen, wie es lustig wird, wenn ich, als nicht Muttersprachler, ab jetzt meine deutschen Kollegen auf die Fehler verweise.

    Antworten
    1. Sandra Meinzenbach (Beitrag Autor)

      Hallo,

      versuchen Sie es! Vielleicht bleibt die eine oder andere korrekte Schreibweise bei Ihren Kollegen hängen.

      Viele Grüße
      Sandra Meinzenbach

    2. Gudders

      Mich – echte Deutsche – hat einmal ein Ausländer korrigiert – das hab ich nie vergessen und diesen Fehler von damals mache ich auch nie wieder! Also, scheuen Sie sich nicht, zu korrigieren! Ein Bekannter – ein deutscher Journalist! – sagt bis heute „Rufen Sie mir an!“ – schauder!

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