Überschriften, Zwischentitel, Slogans: Zeichensetzung, leicht gemacht

Zeichensetzung in Überschriften: Motiv Schreibtisch und Bürowand mit drei gerahmten Bildern

© Joey Sforza │ unsplash.com

‎Griffige Überschriften sind ein Muss: für Websitetexte ebenso wie für Blogbeiträge, Flyer und alle weiteren Firmenpublikationen. Tipps für die perfekte Überschrift finden Sie reihenweise im Internet. Kurz und knackig sollte sie sein. Aussagekräftige Informationen über Text und Inhalt soll sie liefern. Und relevante Schlüsselwörter sollen natürlich auch auftauchen. Hinweise zur korrekten Zeichensetzung bleiben dagegen häufig außen vor. Dabei herrscht gerade hier Klärungsbedarf: ob Überschriften mit Satzpunkten schließen und was für alle anderen Satzzeichen gilt.

Satzpunkte

Nach Überschriften, Untertiteln oder Slogans folgen keine Satzpunkte. Schauen Sie im Zweifelsfall, ob sich die betreffende Zeile deutlich vom übrigen Text abhebt (oder ob Sie den darunter folgenden Text streichen könnten). Wenn ja, gehören schließende Punkte gelöscht. Ausnahmen bestätigen die Regel: Im Falle kreativer Wortspiele darf auch am Ende einer Überschrift ein Satzpunkt stehen. Beispielsweise bei meinem Blogtitel „Tanzschriften. Archivieren. Bewegungsabläufe im Sinne ihrer Schöpfer.“ – diese Überschrift wäre ohne Schlusspunkt unvollständig und alles andere als praxistauglich.

Frage- und Ausrufezeichen

Frage- oder Ausrufezeichen verleihen Ihren Überschriften Charakter. Fragen verführen zum Weiterlesen, Ausrufezeichen besitzen Signalwirkung. Beide Satzzeichen dürfen gerne gesetzt werden. Folgt nach einer Frage oder einem Ausruf ein neutraler Untertitel, läuft die Überschrift jedoch ohne Satzzeichen aus. „Qualitative Texte zu Dumpingpreisen? Ein Testbericht“ ist in Sachen Zeichensetzung korrekt – „Tanz! Fantasie! Dokumentation! Von sprechenden Zeugnissen flüchtiger Momente.“ wäre falsch.

Doppelpunkte, Gedankenstriche, Kommas

Bieten Sie Ihren Lesern zuerst Sachinformationen und anschließend eine Frage, empfiehlt sich ein Doppelpunkt. „Zeichensetzung in Überschriften: Was ist richtig, was ist falsch?“ hätte als Alternative für diesen Blogbeitrag infrage kommen können. Gleiches trifft auf sonstige zweiteilige Überschriften zu: Haupt- und Untertitel lassen sich durch Doppelpunkte (oder Gedankenstriche) optimal trennen. Und notwendige Kommas, beispielsweise bei Zusätzen oder Aufzählungen? Kommaregeln gelten ebenso wie für jeden anderen Text. Aber das haben Sie beim Lesen dieses Beitrags und seiner Überschriften bestimmt schon bemerkt.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

error: Content is protected !!