Keine Angst vor klaren Worten: Warum Preisangaben auf Ihre Website gehören

Warum Ihre Preise auf Ihre Website gehören: Motiv Grüner Papieranhänger mit der Aufschrift "Sale" vor Hintergrund aus Holz

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Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Ich persönlich möchte wissen, mit welchen Preisen ich rechnen muss. Und zwar ehe ich mich mit einem Handwerker, einem Grafiker oder einem Cateringservice in Verbindung setze. Ich suche nach Preisangaben auf der Firmenwebsite und finde in etlichen Fällen – nichts. Jeder Onlineshop zeichnet Preise und Versandkosten aus. Kinos, Freizeitparks und Museen stellen ihre Ticketpreise ins Netz. Doch Dienstleister drücken sich gern um aussagekräftige Preislisten. Falls auch Sie dazugehören: Ich habe gute Argumente für Preisangaben auf Ihrer Website. Und natürlich konkrete Formulierungstipps.

Transparente Preise: Ihre Vorteile

Offenlegen müssen Sie Ihre Preise ohnehin – spätestens, sobald sich ein Auftrag anbahnt. Warum also nicht gleich klare Aussagen zu Kosten und Preisgestaltung treffen? Das bringt Ihren Kunden und Ihnen echte Vorteile:

Preisangaben sorgen für Transparenz. Interessierte Kunden können einschätzen, ob ihr Budget und Ihre Preise zusammenpassen. Nicht jeder kann (oder will) einen Stundensatz von 80 Euro zahlen. Für andere Auftraggeber gehen dagegen auch Stundensätze von 100 Euro in Ordnung.

Preisangaben werden zur Entscheidungshilfe. Verzichten Sie auf Preislisten, müssen geneigte Kunden wohl oder übel eine Anfrage schicken und Ihre Antwort abwarten. Wer es eilig hat oder wem Korrespondenz vorab zu mühsam ist, klickt zur Konkurrenz.

Preislisten machen weniger Arbeit. Jede Menge Kundenanfragen sind gut und schön. Aber Sie müssen jede einzelne E-Mail beantworten – und auch denjenigen Interessenten Kostenvoranschläge schicken, denen Ihre Preise eigentlich zu hoch sind. Landen nur ernst zu nehmende Anfragen in Ihrem Postfach, sparen Sie Zeit.

Individuelle Preisangaben: Präsentationsmöglichkeiten

Halt, sagen Sie jetzt vielleicht: Ich kann gar keine pauschalen Preise auflisten. Was ich berechne, hängt von den Wünschen meiner Kunden und von meinem Arbeitsaufwand ab. Müssen Sie von Fall zu Fall kalkulieren, greifen Sie einfach zu folgenden Möglichkeiten:

Geben Sie Stundensätze, Tagessätze oder Wochenpauschalen an. Mit festen Sätzen nennen Sie aussagekräftige Vergleichswerte. Wer Ihre Website besucht, sieht sofort, ob Ihre Angebote zu kostspielig oder genau richtig sind.

Listen Sie Orientierungspreise auf. Das können Honorarempfehlungen von Berufsverbänden, Mindestpreise oder Preisspannen sein. Allerdings sollten Sie bei unverbindlichen Preisangaben unbedingt Erläuterungen zu Ihrer Preisgestaltung anbieten.

Erläutern Sie Ihre Preisgestaltung. Beschreiben Sie, wie sich Ihre Preise zusammensetzen und welche Kriterien in Ihre Kalkulation einfließen: Gerade bei Orientierungspreisen können sich Ihre Kunden ein besseres Bild machen.

Stellen Sie Preisbeispiele ein. Durch zwei oder drei fiktive Aufträge mit unterschiedlichen Kostenfaktoren wird Ihr Preismodell greifbar. Auch hier können die Besucher Ihrer Website selbst überschlagen, wie tief sie in die Tasche greifen müssen.

Extratipp zum Schluss

Sie können jederzeit kombinieren: Stundensätze und branchentypische Honorarempfehlungen, Orientierungspreise und Preisbeispiele oder Stundensätze, Orientierungspreise und Hinweise zur Zusammensetzung Ihres Honorars. Also bitte keine Angst vor klaren Worten: Mit transparenten Preisangaben gestalten Sie Ihre Website serviceorientiert und kundenfreundlich.

 

1 Kommentar

  1. Jürgen Landgraf

    Top Beitrag! Jürgen Landgraf, Webdesigner

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